Güster (Blicca bjoerkna)

Artbeschreibung

Zu den Karpfen zählender, hochrückiger Fisch mit stark abgeflachten Seiten. Im Unterschied zum Brassen, mit dem der Güster am häufigsten verwechselt wird, reichen die Brustflossen nicht bis zum Ansatz der Bauchflossen. Brust- und Bauchflossen sind an den Wurzeln stets leicht rötlich gefärbt, ansonsten hellgrau, an den Spitzen dunkler. Rücken-, Schwanz- und Afterflosse sind meist dunkelgrau. Der Rücken ist graublau bis graugrün, die Seiten sind silberglänzend, der Bauch weißlich mit leichtem rosa Anflug. Das Auge ist größer und sitzt weiter vom zum Maul als beim Brassen. Das Maul ist end- bis leicht unterständig.

Lebensraum / Lebensweise

Die Güster bewohnt hauptsächlich die Gebiete nördlicher Alpen und Pyrenäen bis zumUral. Südost-Norwegen, Süd Schweden und Süd-England. Sie ist ein gesellig lebender Fisch in Seen und langsam fließenden Gewässern und damit typischer Bewohner der Brassenregion. Sie hält sich bevorzugt in Bodennähe auf, ist aber auch im Freiwasser anzutreffen.

Biologie

Die Güstern versammeln sich im Mai und Juni zum Laichen in den flachen, bewachsenen Uferzonen. Das Weibchen legt um die 100.000 Eier an Wasserpflanzen ab. Das Männchen hat während der Laichzeit einen geringen Laichausschlag. Die Eiablage erfolgt sehr geräuschvoll.

Nahrung

Die Güster ernährt sich in der Hauptsache von Planktontierchen, Bodentieren wie Insektenlarven, Schnecken, Würmern und
gelegentlich auch Pflanzenteilen.

Größe / Gewicht

Maximale Größe 40 cm, maximales Gewicht 2 kg.

Allgemeine Bedeutung

Die wirtschaftliche Bedeutung der Güster ist wegen ihrer Kleinwüchsigkeit und ihres grätenreichen Fleisches gering. Lediglich in Osteuropa erfreut sie sich einer gewissen Beliebtheit. Bei den Stippanglern zählt die Güster zur häufigsten Beute.