Döbel (Squalius cephalus)

Artbeschreibung

Zu den Karpfenfischen zählende Art mit einem langgestreckten, nahezu runden Körper. Die Schuppen sind groß und haben einen dunklen Rand. Der Kopf ist groß und breit, das Maul endständig. Der Rücken ist graugrün bis graubraun, die Seiten sind silberfarben, oft mit einem gelblichen Schimmer. Die Unterseite ist meistens weißlich, oft mit gelblichem Einschlag. Die Brustflossen sind grau-gelblich mit rötlichem Einschlag, die Bauch- und Afterflosse in der Regel orange-rot gefärbt. Die Afterflosse ist ein gutes Unterscheidungsmerkmal zum Aland und Hasel. bei denen diese nach innen gewölbt, also konkav ist, während sie beim Döbel nach außen gewölbt, also konvex ist.

Lebensraum / Lebensweise

Der Döbel ist einer der meist verbreiteten Karpfenfische der Gattung Hasel. Er bewohnt nahezu ganz Ost-, Süd- und Mitteleuropa, sowie Teile Kleinasiens, fehlt aber in Irland, Dänemark und Sizilien. Er liebt Fließgewässer aller Art bis in die Forellenregionen, wie auch stehende Gewässer und größere Seen bis hin zu den Brackwasserbereichen.

Biologie

Der Döbel laicht in den Monaten April bis Juni. Die Männchen tragen dann einen feinkörnigen Laichausschlag. Die Eier werden an Steinen und Wasserpflanzen abgelegt und bleiben dort haften. Die Eizahl wird je nach Körpergewicht zwischen 50.000 und 150.000 angegeben.

Nahrung

In der Jugend lebt der Döbel vorzugsweise von Insekten aller Art Zooplankton und Pflanzenteilen, im späteren Alter lebt er zunehmend räuberisch von kleinen Fischen, Fröschen, Schnecken, Würmern und Krebsen.

Größe / Gewicht

Maximale Länge 68 cm, maximales Gewicht 5,33 kg.

Allgemeine Bedeutung

Wegen seines grätenreichen Fleisches genießt der Döbel nur in einigen wenigen Regionen Europas eine gewisse Wertschätzung. Bei den Anglern erfreut er sich dagegen einiger Beliebtheit.